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Die Trennung von Werbung und Programm — Anachronismus durch Multimedia?

  • Wer heute eine beliebige Publikumszeitschrift durchblättert, wird regelmäßig auf Inhalte und Beilagen (z.B. CD-ROM) stoßen, die vor allem dem Interesse von Anzeigenkunden oder Vertriebspartnern dienen und dennoch als redaktionelle Dienstleistung erscheinen. Im Fernsehen haben wir uns an vielfältige Medien- und Produktpartnerschaften gewöhnt, bei denen sich journalistische und werbliche Ziele unauflösbar vereinen. So werden beliebte TV-Sendungen durch eine umfangreiche Begleitpublizistik oder durch Merchandising-Produkte weit über das Fernsehpublikum hinaus vermarktet. In den neuen Online-Medien (Online-Dienste und WWW) schließlich ist es gang und gäbe, dass redaktionelle und kommerzielle Angebote auf identischen Webseiten erscheinen, weil die Bewertung und der Verkauf von Gütern und Dienstleistungen hier ohne Medienwechsel möglich sind. Ist es angesichts dieser Entwicklungen noch sinnvoll, auf einer Trennung von Werbung und Programm zu bestehen, wie sie das Pressegesetz allen an die allgemeine Öffentlichkeit gerichteten Medien vorschreibt?

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Metadaten
Document Type:Part of a Book
Language:German
Author:Michael Krzeminski
Parent Title (German):Baerns (Hg.): Leitbilder von gestern? Zur Trennung von Werbung und Programm
First Page:95
Last Page:107
ISBN:978-3-531-13354-6
DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-322-87321-7_5
Publisher:VS Verlag für Sozialwissenschaften
Date of first publication:2004/01/16
Departments, institutes and facilities:Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau, Technikjournalismus
Dewey Decimal Classification (DDC):0 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke / 07 Publizistische Medien, Journalismus, Verlagswesen / 070 Publizistische Medien, Journalismus, Verlagswesen
Entry in this database:2017/03/17