• search hit 15 of 122
Back to Result List

Die „Reha-QM-Outcome-Studie“ des Qualitätsverbundes Gesundheit und der DRV Baden-Württemberg – Methodik und ausgewählte Ergebnisse

  • Hintergrund: Ziel der Reha-QM-Outcome- Studie ist die Überprüfung der Effektivität stationärer Heilbehandlungen auf der Basis von Befragungsdaten, Routinedaten der Rentenversicherung und von Qualitätskennzahlen der beteiligten Einrichtungen, sowie die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen diesen drei Datenbereichen. Methodik: Die Studie beinhaltet Selbstangaben der Patienten (schriftliche 1-Punkt-Nachbefragung 1 Jahr nach der Reha), Daten aus der Rehabilitations-Statistik-Datenbank (RSD) sowie Qualitätskennzahlen der Einrichtungen aus einem verbundinternen Kennzahlensystem. Stichprobe: Die Stichprobe umfasste n = 7.616 Versicherte der DRV Baden-Württemberg, die im Jahr 2011 in n = 21 Verbundkliniken behandelt wurden. An der katamnestischen Befragung beteiligten sich n = 4.161 dieser Rehabilitanden (Rücklaufquote 55%), RSD-Datensätze konnten für n = 3.720 Versicherte, die sich an der Katamnese beteiligten, eindeutig zugeordnet werden. Die Stichprobe kann als weitgehend repräsentativ für die Grundgesamtheit der ausgewählten Versicherten angesehen werden. Ergebnisse: Die Ergebnisse 1 Jahr nach stationärer Rehabilitation weisen trotz eher schwieriger Ausgangsbedingungen (gesundheitlich, sozialmedizinisch und beruflich deutlich belastete und in der Regel chronifizierte Patienten) in eine positive Richtung. Der Nutzen der Rehabilitation, die Zielerreichung und die Zufriedenheit mit dem Ergebnis werden positiv eingeschätzt. Die Prä-Post-Effektstärken der erhobenen Skalen liegen für die Gesamtstichprobe im mittleren Bereich (ES = 0,40 – 0,60), in einzelnen Indikationsbereichen (Psychosomatik) auch deutlich höher (ES = 1,2 für die Skala GB10). Die Return-to-Work-Quoten liegen zwischen 75% (Zeitpunktquote) und 83% (kumulative Zeitverlaufsquote). Die durchschnittliche Beitragszahlung aus Erwerbstätigkeit schwächt sich im ersten Jahr nach Rehabilitation insgesamt nur leicht ab, die subjektiven Patienteneinschätzungen korrespondieren dabei mit dieser gut. Auch hinsichtlich Qualitätskennzahlen ergeben sich deutliche Zusammenhänge mit der Rehabilitandenzufriedenheit und dem Reha-Erfolg. Folgerungen: Es lassen sich Potenziale für das interne Qualitätsmanagement und Impulse für Verbesserungsprozesse in den Kliniken ableiten. Die Einbeziehung aller drei Datenebenen offeriert einen neuen Blickwinkel und neue Analysemöglichkeiten. Eine gemeinsame Betrachtung der drei Datenebenen, wie in der Reha-QS-Outcome-Studie erstmals realisiert, hat sich als praktikabel erwiesen. Ziel einer mittelfristigen Implementierung der Methodik in die Routine ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kliniken und belegendem Rehabilitationsträger im Sinne einer Win-Win-Situation.

Export metadata

Additional Services

Share in Twitter Search Google Scholar Availability
Metadaten
Document Type:Article
Language:German
Title Additional (English):The “Rehabilitation-QM-Outcome-Study” of the Quality Network Health and the Regional German Pension Insurance (DRV) Baden-Wuerttemberg – methodology
Parent Title (German):PR (Prävention und Rehabilitation)
Volume:27
Issue:3
First Page:77
Last Page:94
ISSN:0937-552X
DOI:https://doi.org/10.5414/PRX00476
Publisher:Dustri
Date of first publication:2015/07/01
Tag:Katamnese; Outcome-Forschung; Patient-Reported Outcomes (PRO); Quality management; Qualitätsmanagement; Qualitätssicherung; Rehabilitations-Statistik-Datenbank (RSD); Routinedaten; Sekundärdatenanalyse; follow-up; outcome research; quality assurance; rehabilitation-statistical-database (RSD); routine data; secondary data analysis
Departments, institutes and facilities:Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung
Dewey Decimal Classification (DDC):3 Sozialwissenschaften / 36 Soziale Probleme, Sozialdienste / 368 Versicherungen
Entry in this database:2017/03/09